Wochenrückblick

Die Woche startete mit zwei ziemlich anstrengenden Tagen. Das bebemädi hatte noch Ferien und ich war den ganzen Tag mit ihr allein. Leider macht sie ja zu Hause keinen Mittagsschlaf mehr und ist dann nachmittags eigentlich ziemlich schlecht gelaunt. Montag haben wir vormittags ein bisschen im Schnee gespielt. Haben das mit dem Schlitten fahren getestet und einen Schneemann gebaut. Dienstag war der Schnee schon so nass dass ein spielen nicht mehr wirklich schön war. Wir haben uns irgendwie so durchgekämpft und am Mittwoch war ja dann hier in Bayern auch wieder Feiertag. Der Mister war auch recht genervt von unserer jungen Dame. Sie ist im moment wirklich nicht einfach. Aber seine Idee mit ihr Schwimmen zu gehen sorgte dafür, dass sie Luftsprünge machte. Also waren die beiden für ein paar Stunden im Schwimmbad und ich habe mich ein bisschen um den Haushalt gekümmert. Im Moment haben wir den echt ganz gut im Griff. Da bin ich auch ein klein wenig stolz.

Donnerstag gings für mich dann auch wieder in die Arbeit. Und es war wirklich nicht so toll. Aber ich komme da wohl momentan nicht raus, also bleibt es dabei. Zumindest hat das bebemädi in der Kita über 2 Stunden Mittagsschlaf gemacht und war dementsprechend am Nachmittag ganz gut drauf. Wir haben gespielt und eingekauft und dann den Papa vom Zug abgeholt.
Freitag war ähnlich.

Samstag morgen habe ich dann recht spontan entschlossen zu einem Nähtreff zu fahren. Leider ist das hier mit den Nähkursen nicht so pralle. In Dortmund habe ich ja über 2 Jahre mehrere Kurse an der VHS gemacht und fand das total schön. Nette Leute, immer was zu quatschen und auch immer was gelernt. Aber mit Kind ist das nicht mehr so einfach und das Angebot ist hier auch nicht so gut. Damit ich wenigstens wieder mal was machen kann und vielleicht auch ein paar Leute treffe, bin ich also am Samstag Nachmittag zu diesem Nähtreff gefahren. Es waren nur 3 andere da und die kennen sich wohl schon recht lange. Ich war also so ein bisschen außen vor und wurde auch nicht so recht beachtet. Mal sehen, vielleicht fahre ich nächsten Monat nochmal hin und schau es mir nochmal an. Ich bin zumindest zum nähen gekommen auch wenn meine Maschine ein bisschen gezickt hat. Und es gab mehr Platz zum zuschneiden, das ist hier daheim immer blöd, weil ich es eigentlich nur auf dem Boden machen kann.

Heute haben wir nicht viel gemacht. Ich habe morgens mal eben schnell meine Stickmaschine verkauft. Das wollte ich ja schon länger und endlich hat es geklappt. Danach haben wir einen Film geschaut und waren noch ein bisschen spazieren und einen Kaffee trinken. In dem Cafe gibts eine kleine Spielecke, das mag das bebemädi gerne. Wir können mehr oder weniger in Ruhe sitzen und sie spielt ein bisschen.

Ansonsten war das bebemädi einfach recht anstrengend und meine Nächte nicht so super.
Ich habe mir ja vorgenommen ein bisschen Gewicht zu verlieren. Dafür habe ich beschlossen erstmal auf Süßkram zu verzichten und ein bisschen was gesünderes zu essen. Also gibts auf Arbeit keine leckeren Nutellacroissants mehr und auch die Schokoschublade muss zu bleiben. Es gibt Banane und Apfel und Mittags Müsli. Nachmittags nicht ständig zur Schokolade zu greifen fällt mir ein bisschen schwer, aber es klappt ganz gut. So langsam pendelt sich das mit dem Hungergefühl auch ein. Ich hatte zuletzt nur noch ganz selten wirklich Hunger, habe aber trotzdem ständig gegessen. Jetzt habe ich wieder wirklich Hunger. Schauen wir mal wie sich das entwickelt. Ich versuche auch auf meine tägliche Flasche Cola zu verzichten. Abends gab es immer eine kleine Flasche, aber der Zucker ist natürlich nix und vielleicht stört das Koffein ja doch meinen Schlaf.
Ich bin ein bisschen gespannt. Natürlich müsste ich eigentlich Sport machen, aber das ist wegen den Arbeitszeiten des Misters nicht ganz so einfach. Vielleicht kann ich ja trotzdem bis zum Juni ein bisschen Gewicht abbauen. Dann sind wir auf einer Feier eingeladen. Bis dahin schwanger wäre aber natürlich auch ok..

Morgen starte ich dann also in eine neue Woche und werde wieder zur Arbeit gehen. Es steht diese Woche erstmal nichts besonderes an. Am Donnerstag vielleicht ein Elternbeiratstreffen, aber ansonsten hoffe ich auf gute Laune beim bebemädi und das die Zeit bis zum nächsten Wochenende schnell vergeht..

Neues Jahr, neues Glück

Ich weiß schon, hundertster Anlauf und so. Aber wer weiß. Vielleicht bleib ich ja jetzt mal ein bisschen mehr dran.
Zu Weihnachten gabs schließlich vom Mister und meinem Papa einen eigenen Laptop. Es ist nicht so als hätte ich bisher keinen gehabt, aber jetzt habe ich einen eigenen. Dieser Laptop ist nagelneu, von niemandem vorher benutzt und gehört nur mir. Er ist keine 100 Jahre alt. Bisher hatte ich immer nur irgendwelche abgelegten Dinger, die dann eben auch von der Leistung her nicht mehr so toll waren. Jetzt eben mein ganz eigener, neuer Laptop.

Start ins neue Jahr ist eher holperig. Das bebemädi steckt scheinbar in einer ganz komischen Phase. Sehr anhänglich, sehr nölig, kann sich nicht allein beschäftigen, will ständig essen, schläft schlecht. Also echt komisch.
Irgendjemand eine Idee warum es für das bebemädi ein unterschied ist ob sie auf meinem Schoß sitzt und kuschelt oder ob ich stehe und sie auf meinem Arm kuschelt? Mit ihren bald 16 kg finde ich die zweite Version nicht mehr so toll.
Schon kurz nach einem, teilweise recht umfangreichen, Essen will sie schon wieder was haben. Am liebsten natürlich Süßkram bis zum abwinken. Ok, wir waren da bisher nicht sonderlich konsequent. Aber da arbeiten wir jetzt dran.
Wegen jeder Kleinigkeit wird sofort genölt und mal eben ein paar Sekunden warten ist auch nicht drin. Jetzt sofort und auf der Stelle.
Aber bleiben wir bei unserem Mantra “Es ist alles nur eine Phase!”. Ich vermute auch das ihr die Kita fehlt und das fahren/fliegen von einem Familienteil zum nächsten einfach ein bisschen viel war.

Ich muss ab Donnerstag wieder arbeiten und freue mich eigentlich kein bisschen darauf.
Es ist nicht so als wäre ich nicht froh, arbeiten zu dürfen. Aber ich wäre halt lieber wieder in einer öffentlichen Bibliothek. Das an der Uni ist nicht meins. Mir fehlt die persönliche Beziehung zu den Leuten. Über diese ganzen komischen Fachbücher kann ich mich mit denen nicht austauschen. Ich bekomm nach fast einem Jahr unsere Signaturen noch nicht auf die Kette, weil mir die Themen nicht interessieren und ich mich deswegen nicht damit beschäftige.
Ich bin so eingeschränkt in meinen Arbeiten. Es gibt für alles eine eigene Abteilung. Mir fehlt die Vielfalt und der Anspruch.
Und dann eben noch die Probleme mit meiner Kollegin. Ich teile mir ein Büro mit ihr und sie ist schon seit über 30 Jahren da und sieht mich aus irgend einem Grund als Störfaktor und hat Angst um ihre “Macht”. Ich verstehe nicht warum. Ein Gespräch mit ihr hat nichts gebracht. Auch ein Gespräch mit der anderen Kollegin und der Teamleiterin hat nichts gebracht. Ich weiß mittlerweile das ich nicht die Erste und nicht die Einzige bin. Genau das gleiche Theater hatte es vorher wohl schon mit einer ganzen Reihe Kolleginnen gegeben. Leider sieht es im Moment nicht so aus als gäbe es einen Ausweg. Es würde wenn dann darauf hinauslaufen das ich ich versetzt werde. Das finde ich aber nicht richtig. Am Ende hat dann die Kollegin wieder das Gefühl sie hätte gewonnen.
Ich merke aber das mir im Moment die Arbeit nicht gut tut. Und das ich mich kein bisschen auf die Arbeit freue ist kein gutes Zeichen.

Ansonsten: Ja, wir haben uns entschlossen aktiv an einem bebe 2.0 zu arbeiten. Ich zweifle zwar noch oft daran, weil ich mich ja doch öfters mal überfordert fühle vom Leben. Aber irgendwie werden wir das schaffen und wer weiß was sich dann daraus ergibt und was überhaupt bis dahin noch alles passiert.
Ich schätze unsere Chancen besser ein als beim bebemädi. Da mussten wir fast 2 Jahre warten. Mittlerweile habe ich aber einen recht regelmäßigen Zyklus. Wobei lustig ist, seit wir diesen Entschluss gefasst haben, fängt er an zu spinnen. Mein Körper fängt an zu spinnen. Letzten Monat fing es an mit Übelkeit schon vor dem ersten Fälligkeitstag. Das zog sich einige Zeit, ich war dann auch 4 Tage überfällig und so. Naja, am Ende war es eben nichts. Dieser Zyklus scheint auch schon wieder lustig zu werden. Seit 3 Tagen wahnsinnige Schmerzen in der B.rust und auch wieder anhaltende Übelkeit. Fällig wäre ich Mittwoch. Mal sehen. Problem ist halt, das ich meinem Körper und meiner Wahrnehmung nicht mehr traue. Rede ich mir diese Symptome nur ein? Beeinflusse ich unbewusst meinen Körper, weil ich mir eben doch ein Kind wünsche. Eigentlich bin ich noch nicht so weit das ich sagen würde: Ich wünsche es mir übermässig sehr und so. Aber ich bin eben sehr unsicher und will mir keine falschen Hoffnungen machen und gleichzeitig eventuelle Symptome nicht leugnen. Also alles nicht so einfach.

Weihnachten mit meiner Familie war wieder anstrengend und komisch. Mal sehen, das werde ich wohl nochmal seperat verbloggen müssen.

Jetzt wende ich mich dem Bügeleisen zu und muss dem Mister viele viele Hemden bügeln…

Jobsache

Wer mich auf Twitter liest, der weiß vielleicht um meine jobtechnischen Probleme.

Nach der Elternzeit mit dem bebemädi wollte ich wieder anfangen zu Arbeiten. Problem war hauptsächlich, das wir hier ein wenig weit ab von allem wohnen und ein Bibliotheksjob hier nicht so einfach zu bekommen ist.
Die liebe Agentur für Arbeit hat mir dann erklärt, das ich keine Umschulung bekomme, weil ich ja eine abgeschlossene Ausbildung habe. Zwei Sätze später habe ich dann zu hören bekommen, das ich mit meiner speziellen Ausbildung fast nicht zu vermitteln bin.
Ähm, ja ne ist klar..

Ich sollte mich dann auf alle möglichen Arten von Stellen bewerben.
Also habe ich mich im Büro und auf Verkauf und ähnliches beworben. Ziemlich genau drei Gespräche kamen dabei raus und die waren am Ende auch nicht erfolgreich. Ich durfte dann drei Monate Qualifizierung machen. Das ist aber fast schon einen weiteren Eintrag wert.

Und dann kamen ein paar Bibliotheksstellen. Meist befristet und eigentlich immer in Vollzeit.
Da der Mister ja momentan leider auch arbeitslos ist, habe ich mich trotzdem drauf beworben.
Es kamen auf fast jede Bewerbung auch Gesprächeinladungen und dann tatsächlich auch zwei Angebote. Das erste hätte mir zwar von den Aufgaben her besser gefallen, war aber Vollzeit und 2-3 mal in der Woche bis 19 Uhr. Das war mir mit 1er Stunde Anfahrt dann einfach zu viel.
Das zweite Angebot war auch in Vollzeit. Da hab ich erstmal zugesagt. Es sollte sich aber noch ewig hinziehen weil da der Personalrat (öffentlicher Dienst) mitentscheiden musste und das ewig gedauert hat.

Damit ich irgendeine Perspektive habe, habe ich mich zwischenzeitlich an der Fachakademie für Sozialpädagogik beworben und bei der Gemeinde für ein Praktikum. Damit ich eine Ausbildung zur Kinderpflegerin machen kann. Durch meine vorherige Ausbildung hätte das ganze nur 1 Jahr gedauert und wäre von den Arbeitszeiten und den Stellenangeboten besser gewesen.
Tja, den Schulplatz habe ich bekommen. Für den Praktikumsplatz war ich zwei Tage Probearbeiten und dann sollte erstmal keine Nachricht mehr kommen.

Jetzt zum Problem:
Ende Januar kam ganz ganz kurzfristig die Zusage von der einen Bibliotheksstelle. Da der Mann mittlerweile eine Qualifizierung macht und deswegen das mit der Betreuung vom bebemädi wieder zu regeln war, habe ich die Stelle auf 30 Stunden runterge”handelt”.
Ich arbeite also seit Februar wieder in meinem gelernten Beruf. Mit 30 Stunden die Woche plus 50 Minuten hin und zurück.

Heute kam dann plötzlich die Zusage für den Praktikumsplatz und damit die Möglichkeit die Kinderpflegeausbildung zu machen.

Und jetzt sitze ich hier und weiß nicht was ich machen soll.
Erst will mich fast ein ganzes Jahr quasi keiner und jetzt das.

Beide Jobs haben ihre Vorteile und beide ihre Nachteile. Und ich muss jetzt bis Montag entscheiden was ich mache.

Ich hasse sowas. Warum muss das jetzt wieder kompliziert sein.
Ich dachte ich gehe jetzt brav arbeiten und alles ist gut. Aber jetzt quäle ich mich wieder durch irgendeine Entscheidung und weiß nicht was für die Zukunft besser ist..

Hm, das ist sehr lang geworden und wahrscheinlich auch wieder sehr wirr und langweilig. Aber es musste raus..

Neuanfang

Ich habe mich zu einem Blogneuanfang entschlossen. Nicht weil ich jetzt besser bloggen könnte. Nicht weil ich glaube es jetzt regelmäßiger zu tun oder ähnliches.
Einfach weil ich mich mit dem neuen Namen wohler fühle und gemerkt habe, das ich manche Sachen einfach in dieses Internet schreiben will, damit es aus meinem Kopf raus ist.

Ich werde wohl auch weiterhin gemischt schreiben. Von mir, der Familie, vielleicht ein bisschen übers nähen. Ich werde ständig das Gefühl haben, nicht ausdrücken zu können was ich will. Ich werde weiterhin meinen Stil schrecklich finden und trotzdem einfach weitermachen.

Dieses Blog wird kein großer, kein erfolgreicher, kein bekannter Blog. Es wird einfach mein Blog und vielleicht werde ich mich hier wohler fühlen als im letzten.

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